Die Wasserstoffmobilität soll in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in Deutschland spielen. Der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Kraftstoffen wird bis in den Alltag der Bürger zu spüren sein. Darum muss es Ziel sein,
dass dieses Thema nicht allein den „Experten“ vorbehalten bleibt, sondern die gesamte Öffentlichkeit in die Diskussion einbezogen wird. Noch wichtiger wird es, von Beginn an sicherzustellen, dass der Umstieg von allen Beteiligten
– Hersteller, Lieferanten und Verbraucher – akzeptiert und mitgetragen wird. Vertrauen spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle.

Das Projekt „HyTrust – Auf dem Weg in die Wasserstoffgesellschaft“ (2009 – 2013) hat gesellschaftliche Auswirkungen der Einführung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Mobilitätssektor untersucht. Im Fokus des
Projekts standen Fragen zur Akzeptanz der Technologie und zum Vertrauen, das die Bevölkerung in die technologiebetreibenden Akteure setzt. 

Insgesamt wurden mehr als 2.500 Bürgerinnen und Bürger sowie weitere gesellschaftlich relevante Stakeholder in das Projekt einbezogen. In Bevölkerungsbefragungen, Fokusgruppen und Einzelinterviews wurde die Stimmungslage zum Thema erforscht. Eine Bürgerkonferenz gab darüber hinaus interessierten Bürger die Möglichkeit, in Diskussionen und unterstützt von Experten in einen Meinungsaustausch zum Thema zu treten. Die Klimaschutzpotenziale von Wasserstofffahrzeugen und ökonomische Anreizmechanismen für den Kauf der Fahrzeuge wurden modelliert. Schließlich wurden Bilder, Visionen und Alltagsszenarien zur kommunikativen Vermittlung der Technologie entwickelt.

Wasserstoff als Treibstoff

"Ich bin davon überzeugt, meine Freunde, dass das Wasser dereinst als Brennstoff Verwendung findet, dass Wasserstoff und Sauerstoff, die Bestandteile desselben, zur unerschöpflichen und bezüglich ihrer Intensität ganz ungeahnten Quelle der Wärme und des Lichts werden. Das Wasser ist die Kohle der Zukunft."

(Cyrus Smith in Jules Vernes Roman "Die geheimnisvolle Insel", 1875)

Laufzeit des Projekts: September 2009 – August 2013

Projektleitung:
Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. (UfU)
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Tel.: 030-428 49 93-34
www.hytrust.de

Auftraggeber des Projekts ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vertreten durch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).