Wie fahren wir morgen? Mobilität im Zeichen der Energiewende

Berlin, 25. September 2012: Die Mobilität der Zukunft war DAS Thema im Loft der Berliner Urania am vergangenen Samstag. Das Unabhängige Institut für Umweltfragen UfU hatte im Auftrag der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NOW Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mit Experten vier Stunden lang über neue Antriebe, innovative Verkehrskonzepte und alternative Fortbewegung zu diskutieren. 

Was Autofahren mit Klimawandel zu tun hat und warum es nötig ist, im Verkehrssektor massiv CO2-Emissionen zu vermeiden, erläuterte der Klimaökonom Falko Ueckerdt, der am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung promoviert, in seinem Vortrag.  

Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland und Dr. Weert Canzler vom Wissenschaftszentrum Berlin zeigten, wie sich Mobilität mit unterschiedlichen und vor allem  vernetzten Verkehrsmitteln gut organisieren lässt.  Stichwort: Die Mobilitätsapp für Bahn, Bus, Fahrradverleih, Carsharing mit zentraler Abrechnung über den Mobilfunkanbieter.

Der Experte für Energiesysteme und Wasserstoffwirtschaft Professor Martin Wietschel vom Fraunhofer Institut ISI in Karlsruhe stellte die vielversprechendsten emissionsfreien Antriebe, z.B. Wasserstoff oder Batterieautos vor und Benjamin Kaehler von der Daimler AG berichtete, mit welchen Fahrzeugen umweltfreundliche Autofahrer in naher Zukunft rechnen können.

Nach den fünf kurzen Überblicksvorträgen wurden die Teilnehmer anschließend selbst zu Akteuren und erörterten in einem sogenannten World Café wie das Fahrzeug der Zukunft aussieht, ob das Privatauto noch Zukunft hat und welche alternativen Antriebe sich durchsetzen werden.

Noch offene oder in der Diskussion neu entstandene Fragen konnten die rund 30 Teilnehmer dann bei einem Imbiss mit den Experten in vertiefenden Gesprächen im Speakers Corner klären. Fast eine Stunde lang wurde engagiert über nötige Verhaltensänderungen, die Vorbildfunktion von Politikern, über die Haltbarkeit von Batterien und fehlende Geräusche und über die Notwendigkeit von Elektroautos debattiert.

In einem Vortrag bot schließlich Staatssekretär Christian Gaebler von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einen Ausblick auf Entwicklungen auf den Berliner Straßen. Seine Verwaltung rechnet mit einer fünfzigprozentigen Zunahme des Fahrradverkehrs in den nächsten Jahren, was dem Bemühen der Landesregierung, die städtischen CO2-Emssionen erheblich zu reduzieren, sehr entgegen kommt. Wie allerdings die Emissionen des neuen Flughafens gerecht den beiden Bundesländern Berlin und Brandenburg zuzurechnen sind, müsse noch ausgehandelt werden, so Gaebler.

Zum Abschluss hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, selbst Elektrofahrzeuge zu testen. Publikumsrenner waren eindeutig die Pedelecs mit dem eingebauten „Rückenwind“ in Form des elektrischen Hilfsmotors. 

Kontakt: Jörg Welke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit UfU e.V.,  Greifswalder Straße 4, 
 10405 Berlin 

Wasserstoff als Treibstoff

"Ich bin davon überzeugt, meine Freunde, dass das Wasser dereinst als Brennstoff Verwendung findet, dass Wasserstoff und Sauerstoff, die Bestandteile desselben, zur unerschöpflichen und bezüglich ihrer Intensität ganz ungeahnten Quelle der Wärme und des Lichts werden. Das Wasser ist die Kohle der Zukunft."

(Cyrus Smith in Jules Vernes Roman "Die geheimnisvolle Insel", 1875)

Laufzeit des Projekts: September 2009 – August 2013

Projektleitung:
Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. (UfU)
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Tel.: 030-428 49 93-34
www.hytrust.de

Auftraggeber des Projekts ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vertreten durch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).