Das InnoZ hat vier Fallstudien im Sommer 2012 erfolgreich abgeschlossen

Im Projekt „HyTrust“ werden die wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung der Wasserstoffmobilität in die Gesellschaft ermittelt. Dabei stehen die Akzeptanz der Technologie und das Vertrauen in die Technologie betreibenden Akteure im Vordergrund. Das InnoZ setzt dazu in vier Fallstudien die Perspektive und Wahrnehmung der potenziellen Nutzer sowie der Technologie betreibenden Akteure in den Mittelpunkt der Untersuchungen. In einer ersten Fallstudie wurden Faktoren effektiver Kommunikation bei Veranstaltungen/Messen zur Vermittlung von Wasserstoff- und Brennstoffzellenthemen analysiert. Die zweite Fallstudie legte den Fokus auf die Öffentlichkeit und ihre Wahrnehmung von Infrastruktur für die Wasserstoffmobilität. In einem Usability Test mit Wasserstofffahrzeugen wurden weitere Treiber und Hemmnisse der Einführung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in den Endkundensektor untersucht. In der abschließenden vierten Fallstudie erfolgte die Annäherung an die Fragestellung von Expertenseite. Hier wurde beleuchtet, welche Nutzerbedürfnisse die Akteure aus der Automobilindustrie, Wissenschaft, Beratung und Energieseite identifizieren und welche Push- und Pull- Faktoren der Technologie für eine erfolgreiche Einführung weiter aus- bzw. abgebaut werden müssen.

Fallstudie 1:
Evaluierung der Informationskampagne "Energie im Wandel" und der 18. Weltwasserstoffkonferenz (WHEC)

Im Fokus der ersten Fallstudie, die in dem Zeitraum von Mai bis Juli 2010 stattfand, steht die Informationskampagne "Energie im Wandel" sowie die 18. Weltwasserstoffkonferenz (WHEC) in Essen. Ziel war es durch Interviews mit Aktionspartnern der Informationskampagne und mit Besuchern der WHEC Faktoren für eine effektive Kommunikation im Technologiefeld Wasserstoff abzuleiten. Das InnoZ geht mit der Evaluierung der Kampagne zum einen der Frage nach wie die Kampagne und die Konferenz von der Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit wahrgenommen und bewertet wurden. Zum anderen der Frage wie aktuelle Themen zu Wasserstoff- und Brennstoffzellen eingeschätzt werden.

Fallstudie 2:
Wahrnehmung von Wasserstofftankstellen

Ziel der zweiten Fallstudie war die Untersuchung zur Wahrnehmung der Wasserstofftankstellen der Clean Energy Partnership (CEP) in Berlin. Im Rahmen von Befragungen an zwei Tankstellen mit integrierten Wasserstofftankmöglichkeiten wurden Personen, die zur Tankstelle kommen, im Herbst 2010, zu Ihren Einschätzungen zur Wasserstofftechnologie im Verkehr im Allgemeinen und Ihrer Meinung zu der Wasserstoffbetankungsmöglichkeit an der Tankstelle im Besonderen befragt. Die Fallstudie gibt Aufschluss zu der Sichtbarkeit und Wahrnehmung der Tankstelle sowie das Vertrauen und die Akzeptanz in die Technologie. 

Fallstudie 3:
Wahrnehmung und Usability von Wasserstofffahrzeugen

Die dritte Fallstudie wurde im Rahmen der Drive & Ride Session auf der Challenge Bibendum (Mai 2011) durchgeführt. Ziel war die Erforschung der Akzeptanz und Wahrnehmung der dort präsentierten Wasserstofffahrzeuge vor und nach einer Probefahrt. Die interessierten Besucher wurden unmittelbar vor der Probefahrt zu ihren Erwartungen und Anforderungen an Wasserstofffahrzeuge im Allgemeinen sowie nach Nutzungserfahrungen und Kenntnissen zu Wasserstoff- und Elektrofahrzeugen befragt. Unmittelbar im Anschluss an die Probefahrt wurden die Testnutzer zu Ihren Eindrücken und Bewertungen des Fahrzeughandlings interviewt. Aus dem Abgleich der Ergebnisse der Vor- und Nachbefragung lassen sich die Auswirkung der Testfahrt auf vorherige Einstellungen und Erwartungshaltungen ableiten. Das Wasserstofffahrzeug erfahrbar und erlebbar zu machen hat positive Effekte auf die Bewertung der Wasserstoffahrzeuge.

 

 

Fallstudie 4: 
Nutzerbilder aus Expertensicht

In der vierten Fallstudie wurden die Experten rund um das Thema Wasserstoffmobilität in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. In dem Entwicklungsstadium bzw. der frühen Nutzungsphase von Wasserstofffahrzeugen im Flottenbetrieb ist es sinnvoll, die angenommenen Bedürfnisse und Erfahrungen der Nutzer aus Sicht der Entwickler abzubilden und mit den bereits gut bekannten Bedürfnissen der Nutzer zu vergleichen. Die Ergebnisse aus den dazu geführten Expertengesprächen wurden mit den bisherigen Nutzerbefragungen zusammengeführt und im Rahmen eines intensiven Roundtables mit Unternehmensvertretern und Wasserstoffspezialisten diskutiert und vertieft. 

Bericht zum Download

Wasserstoff als Treibstoff

"Ich bin davon überzeugt, meine Freunde, dass das Wasser dereinst als Brennstoff Verwendung findet, dass Wasserstoff und Sauerstoff, die Bestandteile desselben, zur unerschöpflichen und bezüglich ihrer Intensität ganz ungeahnten Quelle der Wärme und des Lichts werden. Das Wasser ist die Kohle der Zukunft."

(Cyrus Smith in Jules Vernes Roman "Die geheimnisvolle Insel", 1875)

Laufzeit des Projekts: September 2009 – August 2013

Projektleitung:
Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. (UfU)
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Tel.: 030-428 49 93-34
www.hytrust.de

Auftraggeber des Projekts ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vertreten durch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).